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NRW

Einsturz Kölner Stadtarchiv: Stadtrat billigt Vergleich

Notfälle

Montag, 29. Juni 2020 - 20:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln. Elf Jahre nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln hat der Stadtrat am Montagabend mit großer Mehrheit einem Vergleich über die Begleichung des Schadens zugestimmt. Die Einigung sieht vor, dass die am damaligen U-Bahn-Bau beteiligten Firmen der Stadt 600 Millionen Euro bezahlen. Die gesamte Schadenssumme ist von der Stadt Köln auf 1,3 Milliarden Euro veranschlagt worden. Der Vergleich sieht auch vor, dass die Firmen die U-Bahnstrecke auf eigene Kosten zu Ende bauen. Außerdem errichten sie einen Gedenkraum für die Opfer.

Ein Schild an der Einsturzstelle des Stadtarchivs in Köln. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Bei dem Einsturz am 3. März 2009 waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Unzählige historische Dokumente wurden verschüttet und werden seitdem restauriert, was noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen soll. Das Kölner Landgericht hatte 2018 geurteilt, dass das Archiv wegen eines gravierenden Fehlers beim Bau einer neuen U-Bahn-Haltestelle unterhalb des Gebäudes eingestürzt war.

2018 begannen zwei Prozesse gegen insgesamt sechs Angeklagte - Mitarbeiter von Baufirmen und Kölner Verkehrsbetrieben (KVB). Kurz vor der Verjährung wurden ein KVB-Bau-Überwacher und ein Oberbauleiter wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

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