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NRW

Eintracht hofft nach Sieg auf Europa: Schalke-Misere hält an

Fußball

Mittwoch, 17. Juni 2020 - 21:02 Uhr

von Von Eric Dobias, dpa

dpa Frankfurt/Main. Mit einem überzeugenden Auftritt gegen den FC Schalke 04 hat Eintracht Frankfurt die Mini-Chance auf das Erreichen der Europa League gewahrt und die Negativrekordserie der Knappen auf 14 sieglose Spiele am Stück verlängert. Beim verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg der Hessen trafen am Mittwoch André Silva in der 28. Minute und David Abraham (50.) für die über weite Strecken dominanten Hausherren.

Frankfurts David Abraham jubelt nach dem Tor zum 2:0. Foto: Arne Dedert/dpa

Das Tor von Weston McKennie (59.) war zu wenig für die biederen Gäste, die das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Can Bozdogan (77.) in Unterzahl beendeten. Frankfurt mischt mit nunmehr 41 Punkten noch einmal im Rennen um einen internationalen Startplatz mit, für Schalke (39 Zähler) dürfte Europa nach monatelanger Misere wohl endgültig Geschichte sein.

Trotz des zuletzt klaren 4:1-Sieges bei Hertha BSC veränderte Eintracht-Trainer Adi Hütter seine Startelf auf drei Positionen. Nach seinem Doppelpack in Berlin erhielt Silva im Angriff wieder den Vorzug vor Bas Dost und rechtfertigte das Vertrauen mit einer starken Leistung und seinem elften Saisontor. Zudem rückten Stefan Ilsanker und der zuletzt gesperrte Sebastian Rode in die Anfangsformation des hessischen Fußball-Bundesligisten.

Der übernahm sofort die Initiative und verlagerte das Spielgeschehen in die Gäste-Hälfte. Nach einer Viertelstunde hätte die Eintracht zweimal in Führung gehen können, doch Danny da Costa und kurz darauf Daichi Kamada ließen beim Abschluss die nötige Präzision vermissen. Der Japaner, der im weiteren Spielverlauf seine fünfte Gelbe Karte sah und damit am Samstag in Köln fehlt, scheiterte zudem in der 22. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Schalke-Torwart Alexander Nübel.

Die Gäste, bei denen Timo Becker den gesperrten Kapitän Daniel Caligiuri ersetzte, kamen kaum zur Entfaltung. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der ganz in Weiß spielenden „Königsblauen“ zu. Der Frankfurter Spielfreude hatte das Team von Trainer David Wagner wenig entgegenzusetzen.

Nach einer knappen halben Stunde wurde das unermüdliche Anrennen der Eintracht belohnt - ausgerechnet, als Schalke mal in der Vorwärtsbewegung war. Filip Kostic schickte Kamada auf dem linken Flügel, der bediente Silva und der vom AC Mailand ausgeliehene Portugiese vollendete eiskalt zu seinem elften Saisontor. Zu diesem Zeitpunkt wies die Statistik 75 Prozent Ballbesitz für die Frankfurter aus.

Kurz nach der Pause erhöhte Abraham per Kopf nach einem Kostic-Freistoß. Doch plötzlich war es mit der Eintracht-Dominanz vorbei. Schalke traute sich nun öfter nach vorne und kam durch einen Kopfball von McKennie zum Anschluss. Zu mehr reichte es nicht, weil Torschütze Abraham bei einem Schuss von Michael Gregoritsch (75.) auf der Linie klärte.

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