NRW

Eltern und Lehrer gegen verpflichtende Elterngespräche

Schulen

Montag, 20. Januar 2020 - 14:49 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Eltern- und Lehrerverbände haben sich gegen die Einführung verpflichtender Elterngespräche an nordrhein-westfälischen Schulen ausgesprochen. Zwangsmaßnahmen seien nicht geeignet, um Eltern zur Kooperation zu gewinnen, sagten Spitzenvertreter des Elternverbands NRW und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Der FDP-Landesvorsitzende und NRW-Familienminister Joachim Stamp hatte am Sonntag beim Neujahrsempfang seiner Partei gesagt: „Wenn Eltern an der Bildungs- und Erziehungsentwicklung ihrer Kinder nicht ausreichend mitwirken, muss die Schule die Möglichkeit bekommen, Eltern zu einem Gespräch zu verpflichten.“ Nur so könne geklärt werden, wie das Kind zu fördern sei.

Das Schulministerium bestätigte auf Anfrage: „Für die Fälle, in denen eine Zusammenarbeit dauerhaft einseitig verweigert wird, zum Beispiel bei Schulabstinenz, prüft das Schul- und Bildungsministerium derzeit, durch welche Maßnahmen mehr Möglichkeiten des persönlichen Austausches zwischen Lehrkräften und Eltern sichergestellt werden können.“ Die stellvertretende Landesvorsitzende des Elternvereins NRW, Regine Schwarzhoff, und GEW-Landeschefin Maike Finnern sagten dazu übereinstimmend: „Wir halten nichts davon.“


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