NRW

Enquetekommission empfiehlt Homeoffice und mobiles Arbeiten

Landtag

Dienstag, 6. Oktober 2020 - 12:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt hat eine fraktionsübergreifende Enquetekommission des NRW-Landtags bessere Chancen für mobiles Arbeiten und Homeoffice empfohlen. Betriebsvereinbarungen zum mobilen Arbeiten sollten gefördert werden, heißt es im Abschlussbericht der Kommission. Das Gremium hatte sich zwei Jahre mit der digitalen Transformation der Arbeitswelt in Nordrhein-Westfalen beschäftigt und mehr als 40 Experten gehört. Das Ergebnis sind rund 120 Empfehlungen für modernes Arbeiten.

Die Corona-Krise habe gezeigt, dass lange bestehende Vorbehalte etwa beim Thema Homeoffice in den Unternehmen schneller gefallen seien, „als wir uns vorstellen konnten“, sagte der Kommissionsvorsitzende Dietmar Bell (SPD) am Dienstag in Düsseldorf.

In den Empfehlungen der Enquetekommission geht es nicht um einen Rechtsanspruch auf Homeoffice, wie ihn Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) plant. Heil will jedem Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr einräumen.

Ein solcher Rechtsanspruch wäre eine zu hohe Belastung für Firmen, sagte der CDU-Abgeordnete Marco Schmitz. Denn dann müsse der Arbeitsschutz zu den Beschäftigten nach Hause kommen, und es müssten eigene Arbeitstische und Computer gestellt werden.

Die Kommission empfiehlt auch eine „Öffnungsklausel“ für mehr selbstbestimmte Arbeitszeit. Dabei bringt sie auch eine Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Arbeitszeit ins Spiel. Dies solle aber zunächst zusammen mit Sozialpartnern, etwa den Gewerkschaften, in „Experimentierräumen“ geprüft werden.

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