NRW

Erdrutsch: Mehrere Sachverständige eingeschaltet

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Samstag, 27. November 2021 - 08:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Im Ermittlungsverfahren zum schweren Erdrutsch in Erftstadt während des Hochwassers sind mehrere Sachverständige zur Klärung der Unglücksursache eingeschaltet worden. Das teilte die Kölner Staatsanwaltschaft mit. „Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft von anderen Behörden, unter anderem der Bezirksregierung Köln, im Wege der Amtshilfe beweisrelevante Unterlagen erbeten und erhalten, die nunmehr ausgewertet werden“, erklärte ein Sprecher. Auch liefen Zeugenvernehmungen.

Ein Haus steht an der Abbruchkante zum Krater neben der Kiesgrube in Erftstadt-Blessem. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Die Behörde ermittelt in dem Fall gegen Unbekannt wegen Baugefährdung. In Erftstadt-Blessem nahe Köln war in der Nacht zum 16.7. der Boden nahe einer Kiesgrube am Fluss Erft weggerutscht, nachdem Starkregen die Grube geflutet hatte. Mehrere Gebäude wurden mitgerissen - Tote gab es nicht. Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft darüber hinaus, ob im Zusammenhang mit der Unwetter-Katastrophe in ihrem Zuständigkeitsbereich weitere Straftatbestände vorgelegen haben könnten.

Ähnlich sieht es bei anderen Staatsanwaltschaften in den betroffenen Regionen aus. „Die komplexen Vorermittlungen dauern an“, teilte die Staatsanwaltschaft Aachen mit. Auch Bonn prüft noch. „Zu diesem Themenkomplex sind zudem mehrere Strafanzeigen - teilweise auch gegen namentlich genannte Personen - eingegangen“, erklärte ein Sprecher. „Insoweit wird das Vorliegen eines Anfangsverdachts unter dem Gesichtspunkt aller in Betracht kommender Straftaten geprüft.“ In Düsseldorf läuft laut Staatsanwaltschaft weiter ein Todesermittlungsverfahren um einen 57-Jährigen, der in seiner Wohnung ertrunken war. Diese war binnen Minuten voll Wasser gelaufen.

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet, zahlreiche Menschen starben.

© dpa-infocom, dpa:211127-99-162019/2

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