NRW

Ermittler werten Schuss auf Polizisten als Mordversuch

Kriminalität

Donnerstag, 7. Mai 2020 - 17:20 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Gevelsberg. Nach dem Schuss auf einen Polizisten bei einer Verkehrskontrolle in Gevelsberg ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft weiter wegen versuchten Mordes gegen den Tatverdächtigen. Ein entsprechender Haftbefehl gegen den 36-Jährigen wurde erlassen. Der Beschuldigte war bei seiner späteren Festnahme angeschossen worden und befand sich am Donnerstag weiterhin schwer verletzt im Krankenhaus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der bei dem anfänglichen Schusswechsel verletzte Polizist konnte das Krankenhaus demnach inzwischen wieder verlassen. Er hatte bei dem Angriff eine Schutzweste getragen, die das Projektil nicht durchdringen konnte.

In der Nacht zu Mittwoch war den bisherigen Erkenntnissen zufolge eine Routinekontrolle Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis) eskaliert: Der 36-Jährige Autofahrer habe sich, so die Ermittler am Donnerstag, zunächst kooperativ verhalten. Er soll dann unvermittelt zu seinem Auto gerannt und dort nach der versteckten Waffe gegriffen haben. Er soll das Feuer eröffnet haben, der getroffene Polizist und sein Kollege sollen zurückgeschossen haben, hieß es.

Der Autofahrer floh den Angaben zufolge, baute wenig später einen Unfall und setzte die Flucht zu Fuß fort. Erst etwa drei Stunden später sei er von Spezialeinsatzkräften gestellt worden. Der Beschuldigte war zuvor bereits mit Haftbefehl gesucht worden, weil er eine zweieinhalbjährige Freiheitsstrafe wegen Drogenhandels absitzen sollte. Wie er in den illegalen Besitz der Tatwaffe kam, einer Neun-Millimeter-Pistole, werde nun ermittelt, hieß es.

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