Ex-Freundin niedergestochen: Neuneinhalb Jahre Haft

dpa/lnw Essen. Ein Student aus Essen sticht auf offener Straße auf seine Ex-Freundin ein. Jetzt ist er verurteilt worden.

Ex-Freundin niedergestochen: Neuneinhalb Jahre Haft

Eine Abschrift eines Haftbefehls liegt mit einem Strafrecht - Buch auf dem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Illustration

Nach einem Mordversuch an seiner Ex-Freundin ist ein Student aus Essen am Freitag zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 25-Jährige hatte zugegeben, am 22. Juli 2020 auf offener Straße mit einem Küchenmesser auf seine Ex-Freundin eingestochen zu haben. Laut Urteil des Essener Schwurgerichts wollte er nicht akzeptieren, dass sich die Frau nach einer fünfjährigen Beziehung von ihm getrennt hatte. Die 24-Jährige war schwer verletzt worden. Ärzte hatten neun Stichverletzungen unter anderem im Hals- und Kopfbereich gezählt.

Richter Jörg Schmitt sprach beim Urteil von einer „ganz schlimmen und brutalen Tat“. Als dem Angeklagtem bewusst geworden sei, dass seine Freundin nicht zu ihm zurückkehren werde, habe er den Entschluss gefasst, sie zu töten. Der 25-jährige Deutsche habe sich auf die Lauer gelegt und dann immer wieder zugestochen. Der erste Stich ging in den Rücken.

Der Angeklagte hatte die Messerattacke im Prozess zugegeben, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Das sah das Schwurgericht jedoch anders. „Wer so intelligent ist und sich genau diese Körperregionen aussucht, um zuzustechen, der möchte den, den er angreift, auch töten“, sagte Schmitt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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