NRW

Explosion am Neujahrsmorgen: Haftbefehl gegen Mieter

Kriminalität

Donnerstag, 9. April 2020 - 15:20 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Ibbenbüren. Nach der Explosion in einem Wohnhaus im münsterländischen Ibbenbüren an Neujahr ist Haftbefehl gegen den schwerverletzten Mieter ergangen. Ermittler der Mordkommission fanden einen Abschiedsbrief und eindeutige Hinweise darauf, dass der Beschuldigte sich mit der Explosion das Leben nehmen wollte. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Münster am Donnerstag weiter mitteilten, hatte der heute 50-Jährige Gas aus einer Gasflasche ausströmen lassen, um dieses zu entzünden.

Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

Der Haftbefehl sei unter anderem wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung erlassen worden. Der Mann habe auch das Leben seiner Nachbarn aufs Spiel gesetzt. Nur zufällig sei niemand getötet worden.

In der Kellerwohnung des Mehrfamilienhauses war es am Neujahrsmorgen zu der Explosion gekommen. Der damals 49-Jährige war mit schweren Brandverletzungen in einer Spezialklinik behandelt worden. Eine Frau, die in dem Haus zu Besuch war, hatte leichte Verletzungen erlitten. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf rund 400 000 Euro geschätzt.

Der Mann ist inzwischen gesundheitlich stabil. Er soll in einem Justizvollzugskrankenhaus weiter ärztlich versorgt werden.

Ihr Kommentar zum Thema

Explosion am Neujahrsmorgen: Haftbefehl gegen Mieter

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha