NRW

Facebook-Bekanntschaft misshandelt: Gefängnisstrafe

Prozesse

Dienstag, 16. März 2021 - 17:15 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im Prozess um das Martyrium einer Dortmunderin in Dormagen ist ein 29-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Düsseldorfer Landgerichts hatte der 29-Jährige vor knapp einem Jahr eine 43-jährige Mutter aus Dortmund über Facebook kennengelernt, nach Dormagen gelockt und dort misshandelt.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

In der Anklage war dem Mann auch Freiheitsberaubung und Vergewaltigung vorgeworfen worden. Diese Vorwürfe ließen sich nach Ansicht des Gerichts aufgrund widersprüchlicher Angaben des Opfers nicht halten.

Die 43-Jährige habe offenbar jederzeit gehen können. „Sie ist ja auch einmal nach Dortmund gefahren und freiwillig zu ihm zurückgekehrt“, sagte der Richter am Dienstag. Die Frau hatte ausgesagt, der 29-Jährige habe sie nicht nur mit Gewalt, sondern auch mit der Drohung gefügig gemacht, andernfalls ihre Tochter zu vergewaltigen.

Der neunfach vorbestrafte Dormagener hatte alle Vorwürfe bestritten. Der Sex sei einvernehmlich gewesen. Da bei der Frau aber Platzwunden, Prellungen und Hämatome festgestellt worden waren, verurteilte das Gericht ihn wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der 29-Jährige sitzt seit Monaten im Rollstuhl. Er war am 21. Juni vergangenen Jahres bei seiner Festnahme aus dem Fenster gesprungen und hatte sich beide Beine gebrochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-848924/2

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