NRW

Fahrgastverband fordert „Augenmaß“ bei Maskenkontrolle

Verkehr

Donnerstag, 20. August 2020 - 12:23 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat die angekündigte Großkontrolle gegen Maskenverweigerer in Regional- und S-Bahnen begrüßt und gleichzeitig „Augenmaß“ gefordert. Man solle sich vor allem auf große Gruppen beim Ein- und Aussteigen oder an Engstellen an Bahnhöfen fokussieren, so ein Sprecher des Verbands am Donnerstag: „Es sollte nicht darum gehen, eine ältere Dame zu kontrollieren, die alleine an der Haltestelle sitzt.“

Kontrollen der Maskenpflicht in der Bahn. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Großkontrolle in Zusammenarbeit mit Bundespolizei und Ordnungsämtern sei zur Abschreckung sinnvoll und rechtlich notwendig, so der Sprecher: Denn Bußgelder dürften nur von Bundespolizei beziehungsweise Ordnungsämtern verhängt werden. Aus diesem Grund sollen die Masken-Verweigerer laut Verkehrsministerium kommenden Montag vom Bahnpersonal ausfindig gemacht und den Behörden an großen Bahnhöfen übergeben werden.

Dass seit dem 12. August ein Bußgeld von 150 Euro fällig wird, ist laut „Pro Bahn“ in Ordnung: Hätte man eine niedrige Summe genommen, würden viele es nicht ernst nehmen, betonte der Sprecher. Nach Beobachtung des Verbands gebe es mehr Verstöße an Haltestellen oder beim Betreten und Verlassen der Bahnhöfe als in den Bahnen selbst.

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