NRW

Fall Lügde: Reul will Campingplatz erneut absuchen lassen

Kriminalität

Freitag, 26. April 2019 - 20:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Lügde. Im Fall um den massenhaften Missbrauch auf einem Campingplatz im lippischen Lügde will der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) erneut den Tatort absuchen lassen. „Das ist ein großes Gelände, wir werden es uns weiter genau ansehen und die Menschen dort befragen“, sagte Reul dem „Spiegel“. Es sei „nicht ausgeschlossen, dass es da noch einen Fall gibt, ein Opfer, das sich noch nicht gemeldet hat. Oder dass der Beschuldigte andere Verstecke hatte.“

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bei einer Rede im Landtag. Foto: Guido Kirchner/Archivbild

Vor zwei Wochen war die Parzelle des Hauptverdächtigen auf dem Campingplatz abgerissen worden, dabei tauchten weitere Datenträger auf. Später wurde die Polizei auf einen Schuppen aufmerksam, den man bis dahin dem Verdächtigen nicht zugeordnet hatte. „Das hat mich geärgert, der hätte den Beamten auffallen müssen“, sagte Reul dem Magazin.

Auf dem Campingplatz in Lügde soll der Hauptbeschuldigte - ein 56-jähriger Dauercamper - mit einem Komplizen (33) über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein 48-Jähriger aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wurden bislang 40 Opfer.


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