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NRW

Familienstreit bei Aldi-Nord vor Oberverwaltungsgericht

Prozesse

Donnerstag, 23. November 2017 - 03:36 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Schleswig. Erneut hat ein Gericht im Streit um den Einfluss beim Discounterriesen Aldi Nord das Wort. Verwandte des Aldi-Nord-Gründers kämpfen am Oberverwaltungsgericht in Schleswig um die Macht in einer wichtigen Familienstiftung.

Eine Reklame mit dem Logo von Aldi Nord. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv

Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) beschäftigt sich heute mit dem Familienstreit beim Essener Discounter-Riesen Aldi-Nord. In zwei Berufungsverfahren geht es dort unter anderem um die Zusammensetzung des Vorstandes einer wichtigen Familienstiftung, die 19,5 Prozent der Anteile an Aldi Nord hält. Es wird mit einer Entscheidung gerechnet. 

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Hintergrund: Nach dem plötzlichen Tod von Berthold Albrecht 2012 kämpfen Mitglieder seiner Familien um ihren Einfluss auf die Jakobus-Stiftung. Berthold ist ein Sohn des Aldi-Nord-Gründers Theo Albrecht. Umstritten ist vor allem die Zusammensetzung des Stiftungsvorstandes. Denn durch eine Satzungsänderung war die Macht der Familie im Gremium spürbar beschränkt worden. Dies war auch vom Kreis Rendsburg-Eckernförde als Stiftungsaufsicht akzeptiert worden. Doch kippte das Verwaltungsgericht Schleswig nach dem Tod von Berthold Albrecht wegen einer Klage der Erben aus formalen Gründen die Satzungsänderung. Dagegen wehrt sich nicht nur der Kreis Rendsburg, sondern auch Bertholds Bruder Theo Albrecht junior.

In einem weiteren Verfahren am OVG fordern die Erben von Berthold Albrecht Einsicht in die aktuelle Satzung der Markus-Stiftung, einer weiteren Stiftung von Aldi-Nord. Das Verwaltungsgericht hatte die Klage mit der Begründung abgewiesen, die Akten enthielten schützenswerte Inhalte. 

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