NRW

Fast 33 Millionen Impf-Dosen: 95-Jährige war die Erste

Gesundheit

Donnerstag, 23. Dezember 2021 - 05:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Impfen, impfen, impfen: Vor knapp einem Jahr war in Deutschland der erste Impfstoff kurz nach Weihnachten verfügbar. Zunächst nur in recht geringen Mengen. Den ersten Pieks bekam eine 95-Jährige. Inzwischen sind in NRW fast 33 Millionen Impfdosen verabreicht.

Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Knapp ein Jahr nach dem Impfstart sind in Nordrhein-Westfalen fast 33 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Rund 13,9 Millionen Menschen - 77,4 Prozent der NRW-Bevölkerung (12 Jahre und älter) - erhielten nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) seit dem offiziellen Impfstart am 27. Dezember 2020 mindestens eine Spritze. Mehr als 13,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger an Rhein und Ruhr (73,7 Prozent) bekamen schon eine Grundimmunisierung (Stand: 22.12.21), das heißt zwei Spritzen oder eine Spritze mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.

Fast 6,6 Millionen haben sich im bevölkerungsreichsten Bundesland bereits eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Bei diesen sogenannten Booster-Impfungen liegt NRW mit einer Quote von 36,8 Prozent hinter dem Saarland (39,9) auf Platz zwei aller Bundesländer. Im Bundesdurchschnitt sind 33,8 Prozent der Menschen „geboostert“.

Nicht zuletzt deshalb zeigt sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) trotz einiger Auf und Abs wegen des lange Zeit knappen Impfstoffes zufrieden. Laumann sprach zuletzt von einer „gigantischen Impfaktion“, die es „noch nie in unserer Gesellschaft gegeben“ habe.

„Die ersten Monate der ersten Impfkampagne waren im Grunde geprägt durch eine Impfstoffknappheit“, sagte der Gesundheitsminister rückblickend. „Am Anfang ging es nur für die Über-80-Jährigen. Und alle anderen mussten wir abweisen, weil wir eine Priorisierung durchsetzen mussten.“ Laut Laumann war es aber gerechtfertigt, im Januar zunächst die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen zu impfen - vor allem „wegen der Todesfälle und Kontaktbeschränkungen“. Erst danach gab es allmählich so viel Impfstoff, dass die kommunalen Impfzentren in Gang gesetzt werden konnten. Später wurden auch die Haus- und Fachärzte in die Impfkampagne mit einbezogen.

Laumann räumte auch Rückschläge ein: „Es ist in diesem Jahr des Impfens nicht alles glatt gelaufen, es sind auch Fehler passiert.“ Allerdings verwies er auf viele unterschiedliche Lagen. „Ich meine, wenn man jetzt einfach mal einen Strich drunter macht, dass wir allen Menschen in Nordrhein-Westfalen Impfangebote gemacht haben“, bilanzierte Laumann und betonte: „Es ist keiner in diesem Land deswegen nicht geimpft, weil es kein Impfangebot gab.“

Den ersten Pieks in NRW hatte am Morgen des 27. Dezembers 2020 eine damals 95 Jahre alte Frau in einem Heim in Siegen erhalten. Leider sei die Seniorin inzwischen gestorben, sagte ein Sprecher des Kreises Siegen-Wittgenstein. Dies habe aber nichts mit Corona zu tun gehabt.

© dpa-infocom, dpa:211223-99-485093/2

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