NRW

Fertigbau-Kirche aus Nachkriegsjahren kommt ins Museum

Museen

Sonntag, 21. Juli 2019 - 01:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Mechernich. Eine schlichte Kapelle mit Glockenturm: 33 Mal wurde dieses Kirchlein nach 1945 für evangelische Flüchtlinge gebaut. Der Fertigbau konnte schnell und für wenig Geld errichtet werden. Nun steht ein Exemplar im Museum.

Das Freilichtmuseum Kommern in Mechernich bei Euskirchen hat eine fast 70 Jahre alte Kirche als dauerhaftes Ausstellungsstück erhalten. Heute wird die Kapelle von 1951 auf dem Gelände des LVR-Museums in der Eifel eingeweiht. Die sogenannte Diaspora-Kirche war nach dem Zweiten Weltkrieg in Overath für zugezogene evangelische Flüchtlinge gebaut worden. Der Entwurf stammt von dem Architekten Otto Bartning, einem Mitbegründer der Kunst- und Architekturschule Bauhaus in Weimar. Seinerzeit waren 33 Kirchen dieses Fertigbau-Typs errichtet worden.

Die Notkirche wurde in Overath im Bergischen Land abgebaut und 2018 im Freilichtmuseum aufgebaut. Die Wieder-Einweihung ist Teil des Ausstellungsprojektes „100 Jahre Bauhaus im Westen“. Manfred Rekowski, der Präses der rheinischen evangelischen Kirche, kommt auch. In der Kirche sollen weiterhin Hochzeiten und Gottesdienste stattfinden.


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