NRW

Feuer aus Frust gelegt? Urteil gegen Flüchtlinge erwartet

Prozesse

Dienstag, 27. Juni 2017 - 03:29 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Paderborn. Nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft muss das Paderborner Landgericht entscheiden, ob drei angeklagte Flüchtlinge den Brand aus Frust gelegt haben. Den Männern im Alter zwischen 20 und 26 Jahren wird schwere Brandstiftung vorgeworfen. Die Nordafrikaner sollen das Feuer in Hövelhof am 5. Januar gelegt und die Tat am Vortag angekündigt haben. Gegenüber Mitarbeitern der Unterkunft sollen sie gedroht haben, es gebe „ein Gemetzel“, wenn sie nicht umgehend verlegt würden. Hintergrund sollen unter anderem Probleme mit albanischen Mitbewohnern gewesen sein. Das Urteil soll heute gesprochen werden

Landgericht Paderborn. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Bei dem Brand erlitten 57 Menschen Rauchvergiftungen. Zwei der ehemals militärisch genutzten Barackengebäude brannten nieder. Laut Anklage hatte die Männer - zwei 20 und 26 Jahre alte Brüder sowie ein weiterer 22 Jahre alter Mann - das Mobiliar eines Zimmers zertrümmert und eines der Stockbetten angezündet. Zwei der drei Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Nach ihrer Aussage hatten sie das Zimmer bereits verlassen, bevor das Feuer entdeckt wurde. Der dritte Mann verweigert die Aussage.


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