NRW

Fipronil-belastetes Eipulver in NRW frühzeitig aussortiert

Lebensmittel

Dienstag, 15. August 2017 - 16:46 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Unna. In Nordrhein-Westfalen ist erstmals ein Fipronil-belastetes Eierprodukt entdeckt und rechtzeitig aussortiert worden. Das Volleipulver aus Niedersachsen sei in einem Unternehmen in Werne (Kreis Unna) angeliefert und zum Teil in Backmischungen verarbeitet worden. Der niedersächsische Lieferant habe bei Eigenkontrollen die Belastung mit dem Insektizid selbst entdeckt und das NRW-Unternehmen gewarnt, sagte ein Sprecher des Landwirtschafts- und Verbraucherministeriums am Dienstag in Düsseldorf. Das Kontrollsystem habe funktioniert.

Ein aufgeschlagenes Ei zwischen anderen weißen Eiern in einem Karton. Foto: Armin Weigel/Archiv

Ausgeliefert wurde den Angaben nach nichts von den fertigen Backmischungen für Spritzkuchen. Das belastete Eipulver und die Backmischungen seien rechtzeitig entdeckt worden, sagte der Sprecher. Der Grenzwert sei bei dem Produkt zwar überschritten gewesen; Gesundheitsgefahren wären bei der vorgefundenen Konzentration von dem Produkt aber nicht ausgegangen.

Es war der bislang einzige Fipronil-Fall in NRW. Es werde aber derzeit in weiterverarbeitenden Betrieben nach dem Insektizid gesucht. Proben genommen würden vor allem in Unternehmen, die Mayonnaise und Eierlikör herstellten, aber auch alle anderen Ei-haltigen Produkte.


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