Flut: Digitaler Polizeifunk vielerorts ausgefallen

dpa/lnw Düsseldorf. Ausgerechnet während der Flutkatastrophe ist der digitale Polizeifunk in Nordrhein-Westfalen an vielen Orten ausgefallen. Das hat die Landesregierung auf eine Anfrage der AfD am Montag eingeräumt.

In Berg-Freisheim, Erftstadt, Meckenheim und Rheinbach sei der digitale Behördenfunk (BOS) immer noch gestört. Mit Hilfe des besonders gesicherten digitalen Behördenfunknetzes soll sich nicht nur die Polizei, sondern auch Feuerwehr und Rettungsdienst zuverlässig austauschen können.

Zwar hätten alle Basisstationen eine Notstromversorgung in Form einer Batterie, heißt es in dem Bericht des NRW-Innenministeriums. Diese gewährleiste den Betrieb bei einem Stromausfall für mindestens vier weitere Stunden. Wegen des Ausmaßes der Zerstörung habe eine Ersatzstromversorgung in diesem Zeitraum in vielen Fällen aber nicht kurzfristig aufgebaut werden können.

Den kürzesten Ausfall gab es demnach in Solingen-West mit einer Stunde. In Bonn waren es drei Stunden, in Heimbach, Monschau und Kall-Urft zweieinhalb bis drei Wochen. Der Digitalfunk der Behörden habe sich aber dennoch deutlich robuster gezeigt als die kommerziellen Netze. Künftig sollen Basisstationen des Behördenfunks gegen Stromausfälle von bis zu 72 Stunden gewappnet sein. Diese Nachrüstung sei bis Ende 2022 geplant.

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