NRW

Foltermord in Flüchtlingsheim: Urteil erwartet

Prozesse

Montag, 1. März 2021 - 02:45 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bonn. Ein Streit unter Bewohnern eines Flüchtlingsheims endet tödlich. Ein 45-Jähriger wird gefoltert und verblutet qualvoll. Über die beiden mutmaßlichen Täter wird nun geurteilt.

Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/ZB/dpa/Symbolbild

Im Prozess um einen Foltermord in einem Flüchtlingsheim in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) will das Bonner Landgericht heute das Urteil gegen die beiden Angeklagten sprechen. Die 28 und 29 Jahre alten Männer aus Marokko sollen im Juli 2020 einen Mitbewohner in seinem Zimmer in der städtischen Unterkunft in Lohmar über mehrere Stunden gefesselt und gefoltert haben. Den Tatort verließen sie laut Anklage mit einem Paar Turnschuhe und einem Handy des Opfers. Der 45-jährige Nordafrikaner verblutete langsam und qualvoll.

Der Staatsanwalt hatte für den älteren Angeklagten lebenslange Haft wegen Mordes mit besonderer Schwere der Schuld gefordert. Für den jüngeren Angeklagten, der zur Tatzeit wegen massiven Drogenkonsums vermindert schuldfähig gewesen sein soll, plädierte er auf 14 Jahre Haft.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-630923/2

Ihr Kommentar zum Thema

Foltermord in Flüchtlingsheim: Urteil erwartet

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha