NRW

Forscher finden illegale Aktivitäten bei Telegram

Medien

Donnerstag, 5. November 2020 - 14:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Rechtsextremismus und Drogenhandel: Wissenschaftler haben bei der Untersuchung des Messengerdienstes Telegram reihenweise Rechtsverstöße entdeckt. Telegram werde für zahlreiche illegale Aktivitäten genutzt, stellten die Forscher der Uni Greifswald fest. Sie hatten 913 Telegram-Gruppen und Kanäle im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW unter die Lupe genommen. Insgesamt seien 6100 Angebote und darin 360 000 Mitteilungen untersucht worden.

Der Messengerdienst Telegram ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. Foto: Sergei Konkov/TASS/dpa/Symbolbild

Die meisten illegalen Inhalte seien in den Bereichen Rechtsextremismus, Pornografie, Drogen- und Dokumentenhandel entdeckt worden. In zwei Kanälen seien Waffen zum Kauf angeboten worden, in anderen Pässe und Führerscheine. Man sei auch auf ein Netzwerk von Drogenlieferdiensten in deutschen Städten gestoßen. Potenziell rechtswidrige Inhalte werde man nun den Strafverfolgern übergeben, teilten die Forscher am Donnerstag bei der Veröffentlichung der Studie mit.

Der Messengerdienst entzieht sich bislang erfolgreich weitgehend dem Zugriff von Strafverfolgungsbehörden und anderen staatlichen Stellen. Das macht Telegram auch interessant für Menschenrechtler, Whistleblower und Journalisten.

Ihr Kommentar zum Thema

Forscher finden illegale Aktivitäten bei Telegram

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha