NRW

Forschungsallianz zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten

Gesundheit

Donnerstag, 8. April 2021 - 12:24 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen baut eine Forschungsallianz zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Covid-19 auf. Wie die Landesregierung am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, soll das Wissenschaftsnetzwerk der Infektionsmedizin Strukturen schaffen zum Umgang mit neuen Infektionserregern und Infektionsszenarien.

Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, steht in ihrem Büro. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Das Universitätsklinikum Düsseldorf soll die „Allianz Viral“ koordinieren mit fünf weiteren universitären Virologien in Essen, Bonn, Bochum, Köln und Münster sowie der Universität Witten-Herdecke. Der wissenschaftliche Fokus liege auf den drei Leitthemen Immunität, Epidemiologie sowie Virus-Stabilität und Inaktivierung, also dem Verlust der Infektiosität von Viren, erklärte das NRW-Wissenschaftsministerium.

„Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, vorhandenes Wissen zusammenzuführen und daraus strategische Empfehlungen abzuleiten“, sagte NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Dazu seien feste Strukturen erforderlich. „Mit der „Virus-Allianz“ treiben wir daher die Vernetzung von verschiedenen Fächern der Infektionsmedizin mit weiteren Disziplinen, wie zum Beispiel Epidemiologie und Versorgungsforschung, voran.“ Standortübergreifende Forschung und Datengewinnung seien wichtig, um zu einem umfassenden Verständnis von neuen Infektionskrankheiten zu gelangen. Das Land fördert das Netzwerk mit rund 900 000 Euro.

Im Detail gehe es etwa darum, wie lange Immunität nach einer Infektion oder Impfung bestehe und welche Bedeutung Virusmutationen für die Immunität hätten, erläuterte der Leiter des Instituts für Virologie in Düsseldorf, Jörg Timm. Wissenschaftlich untersucht werde unter anderem auch die Nachweisbarkeit, Ansteckungsfähigkeit und Inaktivierung von Sars-CoV-2 zum Beispiel in Abwässern, in der Raumluft oder auf Oberflächen.

© dpa-infocom, dpa:210408-99-125927/2

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