Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Forschungsausschuss befragt Karliczek zu Batteriefabrik

Energie

Mittwoch, 24. Juli 2019 - 15:53 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lsw Berlin/Ulm. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat erneut Kritik an der millionenschweren Entscheidung für Münster anstelle von Ulm als Standort einer neuen Forschungsfabrik für Batteriezellen zurückgewiesen. In einer Sondersitzung des Bundestagsforschungsausschusses sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin nach Angaben aus Teilnehmerkreisen, sie selbst habe auf den Verfahrensverlauf und die Entscheidung über den Standort keinen Einfluss genommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (l, CDU) spricht mit Anja Karliczek (CDU), Ministerin für Bildung und Forschung. Foto: Michael Kappeler

Diese habe ihr Ministerium im engen Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium getroffen. Die für das Thema zuständige Fraunhofer-Gesellschaft habe die Entscheidung für Münster (Nordrhein-Westfalen) begrüßt. Karliczek verwies den Angaben zufolge auch darauf, dass eine Kommission aus Unternehmensvertretern, die vorher zur Standortfindung eingesetzt war, keine Empfehlung für eine bestimmte Stadt abgegeben und keine Rangliste erstellt habe.

Der Berliner „Tagesspiegel“ hatte über ein ihm vorliegendes Schreiben aus dem Kreis dieser Gründungskommission berichtet, in dem Ulm als Standort für den Bau der Forschungsfabrik empfohlen worden sei.

Dass Münster und nicht Ulm den Zuschlag für die Fabrik bekommen hatte, sorgt seit der Entscheidung Ende Juni im Südwesten für herbe Kritik. In Ulm wird schon intensiv auf diesem Gebiet gearbeitet. Mehrere Ministerpräsidenten hatten sich in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Entscheidung beschwert. An der Wahl Münsters hatte es auch Kritik gegeben, weil Karliczek aus dem nahe gelegenen Ibbenbüren kommt.

Derweil haben sich Bayern und Baden-Württemberg darauf verständigt, die Batterieforschung im Süden jeweils weiter mit Landesmitteln zu unterstützen. „Wir lassen uns von unserem eingeschlagenen Weg nicht abbringen“, sagte dazu Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU). Es entspräche zudem dem Ulmer Selbstverständnis, „nicht zu jammern, sondern das Heft des Handelns entschlossen selbst in die Hand zu nehmen“.

Ihr Kommentar zum Thema

Forschungsausschuss befragt Karliczek zu Batteriefabrik

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha