Forschungsprojekt soll Warnungen in Flutgebieten verbessern

dpa Berlin/Bonn. Nach den tödlichen Flutkatastrophen im Juli soll ein Projekt des Bundesforschungsministeriums die Warnungen und Hilfen in Hochwassergebieten verbessern. Für die eineinhalb Jahre laufende Untersuchung von Hochschulen und anderen Organisationen stellt das Ministerium nach Mitteilung vom Mittwoch rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt „Governance und Kommunikation im Krisenfall des Hochwasserereignisses im Juli 2021“ (HoWas2021) soll Risikovorhersagen, Krisenkommunikation und Katastrophenmanagement bei Extremwetter und Sturzfluten verbessern.

Die geschäftsführende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte: „Wir müssen vor allem die Alarmsysteme in den Mittelgebirgsregionen überprüfen, denn hier kann bei Starkregen in wenigen Minuten aus einem gemächlich dahinfließenden Bach ein reißender Strom werden.“ Kommunikation und Katastrophenmanagement bei den Sturzfluten am 14. und 15. Juli mit beispielsweise alleine 134 Toten im rheinland-pfälzischen Ahrtal müssten detailliert analysiert werden. Viele Experten sprechen von deutlich verspäteten Warnungen in diesem Katastrophengebiet.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, Armin Schuster, erklärte: „Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den anderen Partnerinnen und Partnern im Projekt effektive Kommunikationsstrategien - auch mit Spontanhelfenden - sowie Warnverfahren für die Bevölkerung vor Ort auszuarbeiten und die Umsetzung der Ergebnisse zu unterstützen.“

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