NRW

Fortum hält knapp 47 Prozent an Uniper

Energie

Freitag, 19. Januar 2018 - 11:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Der finnische Energiekonzern Fortum hat nur wenige Aktionäre von seinem Angebot für den Düsseldorfer Kraftwerksbetreiber Uniper überzeugen können. Mit Ende der Angebotsfrist sammelte Fortum 46,93 Prozent der Anteile ein, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Darunter sind die 46,65 Prozent, die Großaktionär Eon den Finnen angedient hatte. Das Angebot lief am 16. Januar aus. Die Nachfrist beginnt am 20. Januar und endet am 2. Februar.

Eine Fahne vor der Firmenzentrale. Foto: Kimmo Brandt/Archiv

Fortum hatte inklusive Dividende 22 Euro je Aktie für Uniper geboten. Das Uniper-Management hatte das Angebot jedoch als zu niedrig eingestuft und seinen Aktionären empfohlen, es nicht anzunehmen. Derzeit notiert die Uniper-Aktie bei mehr als 25 Euro.

Viele Aktionäre hielten sich deswegen zurück. Zuletzt hatten sich zudem aktivistische Investoren wie Knight Vinke oder der Hedgefonds Elliott des US-Milliardärs Paul Singer bei Uniper eingekauft. Knight Vinke hatte ebenfalls angekündigt, seinen Anteil von zuletzt rund 5 Prozent nicht andienen zu wollen.

Fortum hatte mehrfach betont, das Angebot nicht erhöhen zu wollen, und zudem mitgeteilt, sich auch mit dem Eon-Anteil begnügen zu können. Das Angebot von Fortum enthält daher keine Mindestannahmeschwelle. Fortum erwarte die Erteilung der erforderlichen kartellrechtlichen und sonstigen regulatorischen Freigaben bis Mitte 2018. Dennoch wird auf ein höheres zweites Gebot an die verbleibenden Aktionäre spekuliert. Die Investmentbank UBS räumte einem solchen Szenario zuletzt gute Chancen ein.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.