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NRW

Französische Covid-19-Patienten fliegen aus Essen heim

Gesundheit

Freitag, 17. April 2020 - 13:30 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Essen. Zwei Covid-19-Patienten sind nach zweieinhalb Wochen Behandlung im Essener Uniklinikum am Freitag per Hubschrauber wieder in ihre Heimat geflogen worden. Der 67 Jahre alte Eisenbahner und der 68-jährige Bergmann aus dem Raum Metz waren Ende März in kritischem Zustand und künstlich beatmet auf die Intensivstation gebracht worden, sagte ein Kliniksprecher. Beide seien jetzt stabil, in Frankreich sei voraussichtlich nur noch ein kurzer Krankenhausaufenthalt nötig.

Der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums, Jochen Werner, spricht. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Der Eisenbahner wurde im Bett in den Hubschrauber gebracht, er brauche noch etwas Sauerstoffzufuhr. Der Bergmann kam per Rollstuhl in den Helikopter. Man betreue noch weitere sechs Patienten intensivmedizinisch - im Rahmen einer von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) initiierten Solidaritätsaktion, schilderte der Sprecher. In Frankreich waren die Beatmungsgeräte knapp geworden. Auch aus dem besonders stark getroffenen Italien werden noch Patienten in weiteren Kliniken in NRW behandelt.

Laschet bedankte sich bei Klinikleitung und Pflegeteam, die „in überragender Weise die Behandlung und Versorgung sichergestellt“ hätten. Der Ärztliche Direktor Jochen A. Werner nannte die Unterstützung „selbstverständlich“. Der Abschied sei herzlich ausgefallen, berichtete der Sprecher. Für den 68-Jährigen sei es der erste Krankenhausaufenthalt seines Lebens gewesen. Der 67-Jährige habe gleich nach dem Aufwachen seiner Tochter telefonisch zum Geburtstag gratuliert.

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