NRW

Frau und Kind in Auto verbrannt: Mordfall wird erneut Thema

Kriminalität

Donnerstag, 24. Januar 2019 - 14:16 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Hagen. Sie wurden in einem Auto verbrannt: Rund 30 Jahre nach einem ungeklärten Doppelmord an einer Mutter und ihrem zweijährigen Sohn aus Menden rollen die Behörden den Fall neu auf. Man werde die Spuren von damals erneut mit modernen kriminaltechnischen Methoden untersuchen, sagte Kriminalhauptkommissar Ralf Eickler von der Mordkommission Hagen am Mittwoch.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Arnsberg wollen den Fall demnach aber auch erneut ins Gedächtnis der Bevölkerung rufen, in der Hoffnung, dass eventuelle Mitwisser von damals oder ein Täter sich melden. „Vielleicht will jemand nach all den Jahren reinen Tisch machen“, sagte Eickler. Nach wie vor sei auf sachdienliche Hinweise eine Belohnung von 100 000 Mark (umgerechnet rund 50 000 Euro) ausgesetzt. Der WDR hat darüber berichtet.

Am 27. Januar 1989 hatten Polizisten die verbrannten Leichen der Mendenerin Marion Hesse und ihrem zweijährigen Sohn Tim an einem Feldweg in ihrem Auto gefunden. Wie die Ermittlungen ergaben, war der Wagen von außen mit Benzin in Brand gesetzt und zuvor an einem Strommasten platziert worden, um einen Unfall vorzutäuschen. Bis heute konnte der Täter nicht gefunden werden. Neue Hinweise gebe es bisher jedoch nicht, so Eickler. „Momentan ist kein Durchbruch absehbar.“

Seit 1970 gab es 900 ungelöste Tötungsdelikte in Nordrhein-Westfalen (Stand Juli 2018). Nach Aussage von Eickler werden solche Fälle regelmäßig erneut geprüft.


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