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NRW

Frau von mutmaßlichem Kindermörder bezichtigt sich selbst

Prozesse

Mittwoch, 4. Juli 2018 - 14:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Neuss. Weitere faustdicke Überraschung im Düsseldorfer Prozess um einen Kindermord: Die 40-jährige Ehefrau des Angeklagten hat sich am Mittwoch im Gerichtssaal selbst bezichtigt. Sie habe den Elfjährigen geschlagen, weil der sich nicht duschen wollte. Ihr Mann habe damit nichts zu tun. Zuvor hatte sie ihren Mann beschuldigt.

Ein Richterhammer auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/Archiv

„Das war ein Unfall, ich wollte nicht, dass das so endet.“ Sie habe ihrem Neffen eine Ohrfeige gegeben, der sei dann mit dem Kopf gegen eine Stange oder die Fliesen im Badezimmer geschlagen. Ihr Mann habe davon gar nichts mitbekommen. Für ältere Verletzungen des Jungen sei sie aber nicht verantwortlich, sagte die Frau.

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Zuvor hatte der angeklagte mutmaßliche Kindermörder im Prozess sein Geständnis widerrufen und seine Ehefrau beschuldigt. Die Anklage wirft dem Onkel des Elfjährigen vor, den Jungen im Badezimmer schwer misshandelt und in lebensbedrohlichem Zustand zurückgelassen zu haben. Erst als er ihn für tot hielt, habe er den Notruf gewählt.

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