NRW

Frau vor Zug gestoßen: Prozess gegen 28-Jährigen beginnt

Prozesse

Donnerstag, 9. Januar 2020 - 04:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Duisburg. Ein Mann stößt eine Frau in Voerde unvermittelt vor einen einfahrenden Zug. Sie wird überrollt und stirbt. Im Prozess droht dem mutmaßlichen Täter eine dauerhafte Einweisung in die Psychiatrie.

Das Amts- und Landgericht in Duisburg. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Vor einem halben Jahr soll ein Mann eine 34-Jährige in Voerde vor einen Zug gestoßen und getötet haben. Heute beginnt in Duisburg der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Der 28 Jahre alte, in Deutschland geborene Serbe soll die Frau aus Mordlust heimtückisch getötet haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er dabei wegen einer psychischen Erkrankung erheblich vermindert schuldfähig oder sogar ganz schuldunfähig war. Darum hat sie statt einer Anklage eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren wegen Mordes gestellt. Damit droht dem Beschuldigten statt einer Gefängnisstrafe die Unterbringung in der Psychiatrie auf unbestimmte Zeit.

Nach dem tödlichen Stoß im Juli wurde das Opfer von einem Regionalzug überrollt und starb sofort. Laut Antragsschrift der Staatsanwaltschaft rechnete die Frau nicht mit dem Angriff. Dem Beschuldigten soll es bei der Tat darauf angekommen sein, einen Menschen sterben zu sehen.

Für den Prozess sind vier Tage bis zum 31. Januar terminiert. Zum ersten Verhandlungstag sind sechs Zeugen geladen.


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