Freiwillige Selbsttests für Justiz-Beschäftige und Gefangene

dpa/lnw Düsseldorf. Die Beschäftigten der Justiz und die Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen sollen bis zu zwei Corona-Selbsttests pro Woche erhalten. Dieses Angebot gelte für alle Beschäftigten der Justiz, die in Präsenz mindestens einmal pro Woche ihre Dienststelle aufsuchen, teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Freiwillige Selbsttests für Justiz-Beschäftige und Gefangene

Nach einem Corona-Schnelltest wird eine Lösung auf eine Testkassette aufgeträufelt. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Es gelte auch für alle Gefangenen und Arrestanten im Justizvollzug. In den Justizvollzugsanstalten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes sitzen derzeit nach Angaben des Justizministerium rund 14 000 Menschen. Das Testangebot könne auf freiwilliger Basis genutzt werden. Den Gerichten und Justizbehörden werde seit vergangener Woche in regelmäßigen Abständen die notwendige Anzahl an Tests geliefert.

Auch das Gesundheitsministerium erklärte in einer Antwort auf Fragen der Grünen an den Gesundheitsausschuss des Landtages zum Bereich der Justiz, dass keine Testpflicht bestehe. Das Testangebot gelte auch für Referendare, Anwärter, Studierende an der Fachhochschule für Rechtspflege, Auszubildende, Praktikanten sowie ehrenamtliche Richter - aber nicht für rechtssuchende Bürger und Rechtsanwälte.

© dpa-infocom, dpa:210420-99-271801/2