NRW

Fünf Jahre Haft für mutmaßlichen IS-Terroristen gefordert

Prozesse

Mittwoch, 3. Juni 2020 - 14:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Für einen als Flüchtling nach Deutschland eingereisten mutmaßlichen IS-Terroristen hat die Bundesanwaltschaft fünf Jahre Haft gefordert. Es sei bewiesen, dass er im Irak mit einer Kalaschnikow bewaffnet als Mitglied der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) bei Hinrichtungen dabei war, sagte der Vertreter der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in seinem Plädoyer vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Eine Serie von 13 zum Teil tödlichen Bombenanschlägen im Irak sei dem 29-Jährigen aber nicht nachzuweisen gewesen.

Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Zwar habe der Hauptbelastungszeuge ihn mehrmals gesehen, wie er noch als Jugendlicher mit einem damaligen Al-Kaida-Kommando in einem Auto mit Gasflaschen, wie sie für Anschläge verwendet wurden, unterwegs gewesen sei. Dies reiche aber für eine Verurteilung wegen Mordes nicht aus.

Der Angeklagte hatte gestanden, dem IS angehört zu haben und bei Hinrichtungen dabei gewesen zu sein. Er sei homosexuell und wegen seiner sexuellen Orientierung unter Druck gesetzt worden, sich der Terrorgruppe anzuschließen. Der Prozess gegen ihn hatte vor einem Jahr begonnen.

Ihr Kommentar zum Thema

Fünf Jahre Haft für mutmaßlichen IS-Terroristen gefordert

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha