Fünfjähriger misshandelt und getötet: Prozess neu aufgerollt

dpa/lnw Mönchengladbach. Ein kleiner Junge stirbt nach der Misshandlung durch den Stiefvater unter grausamen Umständen. Das Landgericht Mönchengladbach muss den Fall jetzt zum dritten Mal verhandeln. Dabei geht es allein um die lebenslange Freiheitsstrafe.

Fünfjähriger misshandelt und getötet: Prozess neu aufgerollt

Das Amts- und Landgericht in Mönchengladbach. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Erschlagen, getreten und dann erwürgt - nach dem Tod eines grausam misshandelten fünfjährigen Jungen beginnt heute in Mönchengladbach zum dritten Mal der Prozess gegen den Stiefvater. Laut dem rechtskräftigen Teil des Urteils hatte der heute 30-jährige Angeklagte den Jungen im Oktober 2016 durch Schläge und Tritte im Kinderzimmer innerlich sehr schwer verletzt und schließlich erwürgt.

Die Mönchengladbacher Richter hatten die Tat als besonders schweren Fall des Totschlags gewertet, da sie einem Mord nahekomme. Sie verurteilten den Mann wegen Totschlags, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung das erste Mal 2017 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und ein zweites Mal nach der Revision am Bundesgerichtshof im Februar vergangenen Jahres. Nach der erneuten Revision müssen die Richter jetzt wieder über das Strafmaß entscheiden. Es ist ein Verhandlungstag angesetzt.

An der Schuld des Stiefvaters hatten die obersten deutschen Strafrichter keine Zweifel. Sie hoben aber das Strafmaß für den rechtskräftig festgestellten Totschlag auf.