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NRW

Fußgängerin willkürlich getötet: Prozess startet

Prozesse

Freitag, 8. Juni 2018 - 02:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bielefeld. Was zuerst nach einer Fahrerflucht aussah, nahm eine dramatische Wende: Willkürlich soll ein Autofahrer eine ihm unbekannte Fußgängerin umgefahren haben. Motiv: Rache an der Gesellschaft. Jetzt steht er vor Gericht.

Der Eingangsbereich des Landgerichts Bielefeld. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Für den Tod einer ihm völlig unbekannten Fußgängerin muss sich vor dem Landgericht in Bielefeld ab heute ein 57-jähriger Autofahrer verantworten. Der Mindener soll die 53-jährige Frau im Dezember 2017 mit voller Absicht mit seinem Auto über den Haufen gefahren haben. Die Frau wurde durch die Wucht des Aufpralls 30 Meter durch die Luft geschleudert und landete schwer verletzt auf einem Acker. Im März 2018 starb sie an den Folgen ihrer schweren Verletzungen im Krankenhaus. Was zuerst nach Fahrerflucht aussah, entpuppte sich später nach Auffassung der Anklage als Mord. Nach Ansicht der Ermittler soll der Angeklagte die Spaziergängerin aus allgemeinen Wut- und Rachegefühlen absichtlich umgefahren haben.

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Einen Tag nach dem Unfall vom 8. Dezember 2017 hatte die Polizei noch wegen Unfallflucht ermittelt. Später gab der Mann zu, die Spaziergängerin mit Absicht umgefahren zu haben. Motiv laut Anklage: Mit dem Tod eines beliebigen Menschen habe sich der 57-Jährige an der Gesellschaft rächen wollen. Die ist nach seiner Meinung schwulenfeindlich, darunter habe er gelitten. Außerdem habe ihn die „Strahlenmafia“ verfolgt. In seinem Kampf dagegen hätten ihn die Behörden nach seiner Auffassung nicht genügend unterstützt.

Bis zum 12. Juli sind fünf Verhandlungstage angesetzt.

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