Futterkostenhilfe für NRW-Tierheime nur wenig genutzt

dpa/lnw Düsseldorf. Die Futterkostenhilfe für NRW-Tierheime wegen der Corona-Pandemie ist nur wenig genutzt worden. Kurz vor Ende der Frist am 30. April hätten nur 50 Tierheime einen Förderantrag gestellt. Dabei hätten rund 200 Tierheime in NRW einen Anspruch, teilte das NRW-Umweltministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Von insgesamt 400 000 Euro Unterstützungsmitteln seien damit noch 300 000 Euro verfügbar.

Mit der Futterhilfe wollte das Land Tierheime unterstützen, die angesichts der Coronakrise stark zurückgegangene Spenden und deutlich weniger Tiervermittlungen beklagt hatten. Pro Einrichtung dürfen bis zu 2000 Euro ausschließlich für Futtermittel beantragt werden.

Der Vizepräsident des Landestierschutzverbands NRW, Ralf Unna, sagte, die Beschränkung auf Tierfutter sei zu eng und die Frist bis zum 30.4. zu knapp gewesen.

„Die Tierheime werden jetzt nicht anfangen, Unmengen an Futter zu horten, nur weil man das Geld dafür zurückbekommen kann, das wird ja auch schlecht“, sagt Unna. Gut geführte Tierheime hätten gut gefüllte Futterlager. Das Geld könne sinnvoller ausgegeben werden. „Wenn der Schirm etwas weiter gefasst werden könnte, so dass zumindest die Kosten für Katzen- und Kaninchenstreu oder Stroh rückerstattet werden könnten: Das würde helfen.“ Auch der Zeitraum für die Antragstellung sollte verlängert werden - „dann würde der Topf definitiv ausgeschöpft werden, wie bei anderen Förderprogrammen auch.“