Gebauer: Nach Sommerferien Schüler in Regelbetrieb zurück

dpa/lnw Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien möglichst alle Schüler sämtlicher Schulformen wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Das bekräftigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. In diesem Punkt seien sich auch die Kultusminister aller Länder einig. Bis zu der angestrebten Rückkehr in den Normalbetrieb seien es in NRW noch acht Wochen, sagte Gebauer. Ob der Schritt dann möglich sei, hänge von der weiteren Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens ab.

Zugleich rechtfertigte Gebauer die Entscheidung, dass die rund 600 000 nordrhein-westfälischen Grundschulkinder schon seit Montag - zwei Wochen vor dem Beginn der Sommerferien - wieder täglich und in voller Klassenstärke unterrichtet würden. „Sie haben ein Recht auf Bildung.“

Der SPD-Schulpolitiker Jochen Ott verwies darauf, dass erste Grundschulen, etwa in Wuppertal, wegen Corona-Fällen schon wieder hätten schließen müssen. Nun müssten die betreffenden Kinder in Quarantäne, und Urlaubspläne der Familien würden durchkreuzt. Die Grünen-Abgeordnete Sigrid Beer warf Gebauer vor, für den Grundschulbetrieb in festen Lerngruppen unter Corona-Bedingungen weder genügend Räume noch das notwendige Zusatzpersonal bereitgestellt zu haben.