NRW

Geflügelpest im Kreis Gütersloh: 20 000 Enten werden getötet

Agrar

Dienstag, 2. März 2021 - 16:44 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Versmold. Im Kreis Gütersloh besteht der Verdacht eines Ausbruchs der Geflügelpest. Betroffen ist ein Entenmastbetrieb in Versmold. Das Kreisveterinäramt habe unverzüglich die Tötung des Bestands von rund 20 000 Tieren und weitere Schutzmaßnahmen veranlasst, teilte der Kreis Gütersloh am Dienstag mit.

Ein Schild mit der Aufschrift „Geflügelpest Sperrbezirk“ steht an einer Straße. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Eine den Betrieb betreuende praktische Tierärztin habe den Geflügelpest-Verdacht gemeldet. Daraufhin hätten amtliche Tierärzte den Bestand klinisch untersucht und Proben genommen, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe habe am Montag den Verdacht bestätigt. Daraufhin sei umgehend das NRW-Landwirtschaftsministerium informiert worden.

Sollte auch das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das Friedrich-Löffler-Institut, den Verdacht bestätigen, wird das Veterinäramt mittels einer Tierseuchenverfügung ein Sperrbezirk von drei Kilometer Durchmesser und ein Beobachtungsgebiet (mindestens zehn Kilometer Durchmesser) rund um den betroffenen Betrieb einrichten. In diesen Bereichen gelten dann Einschränkungen für Halter und Vermarkter von Geflügel. Dann dürfte etwa Geflügel innerhalb des Gebiets nicht transportiert werden.

Die Infektionskrankheit, die auch Vogelgrippe genannt wird, kommt vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vor. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent. Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

© dpa-infocom, dpa:210302-99-658351/3

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