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NRW

Geldkoffer mit Waschpulver gefüllt: Kassiererin gesteht

Prozesse

Dienstag, 21. April 2020 - 14:30 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bochum. 115 000 Euro gestohlen und den leeren Geldkoffer zum Schein mit Waschpulver und Babynahrung gefüllt: In einem skurrilen Untreue-Fall hat eine Sparkassen-Kassiererin vor dem Bochumer Landgericht nach langen rechtlichen Auseinandersetzungen überraschend ein Geständnis abgelegt. Die Richter verurteilten die 55-Jährige daraufhin zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren, wie eine Sprecherin des Landgerichts am Dienstag mitteilte. Über das Urteil vom Montag hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

Mit einem Richterhammer wie diesem wird auch in diesem Prozess Recht gesprochen. Foto: Uli Deck/PoOL/dpa/Symbolbild

Die Frau hatte sich in arbeitsrechtlichen Verhandlungen und vor Strafrichtern immer wieder gegen den Vorwurf gewehrt, im Jahr 2016 als Angestellte einer Sparkasse 115 000 Euro aus einem Geldkoffer an sich gebracht zu haben. Sie soll den Koffer zum Schein mit Babynahrung und Waschpulver gefüllt und dann behauptet haben, er sei so angeliefert worden. Die Sparkasse hatte ihre Version von vornherein nicht geglaubt und der Frau gekündigt. Ihre Klage gegen diese Kündigung hatte Arbeitsrichter bis hinauf zum Bundesarbeitsgericht beschäftigt. Zuletzt wiesen Richter in Hamm die Kündigungsschutzklage ab.

Im Strafprozess war sie in erster Instanz vom Amtsgericht Herne zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Im Berufungsverfahren am Landgericht hatte sie am elften Verhandlungstag überraschend die Vorwürfe eingeräumt. Sie kam daraufhin mit einer Strafe von zwei Jahren davon, die das Gericht zur Bewährung aussetzte. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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