Gericht entscheidet im Verfahren über „Waldhof“-Havarie

dpa/lnw Köln/St. Goarshausen. Sieben Jahre nach der folgenschwersten Havarie auf dem Rhein fällt heute ein Urteil in einem seit Jahren währenden Klageverfahren. Das Oberlandesgericht Köln will darüber entscheiden, ob das Unglück in der Nähe der Loreley mit zwei Toten allein von dem Säuretanker „Waldhof“ verursacht wurde oder auch noch von einem anderen Schiff. Anfang dieses Monats hatte das Gericht bereits deutlich gemacht, dass es keine Mitverantwortung des entgegenkommenden Schiffes „Akropolis“ sieht.

Gericht entscheidet im Verfahren über „Waldhof“-Havarie

Bergungskräfte am gekenterten Schwefelsäure-Tankschiff „Waldhof“. Foto: Thomas Frey/Archiv

Bei der Havarie im Jahr 2011 waren zwei Besatzungsmitglieder der „Waldhof“ ums Leben gekommen. Danach war der Rhein 32 Tage lang gesperrt. Der Tanker war nach Angaben des Gerichts überladen und dadurch instabil. Die „Waldhof“-Reederei sah gleichwohl eine Mitschuld der „Akropolis“ und verklagte deren Reederei auf 1,5 Millionen Euro Entschädigung.