NRW

Gericht ordnet Fußfessel für mutmaßlichen Mörder an

Justiz

Mittwoch, 14. April 2021 - 18:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster/Dortmund. Das Amtsgericht Münster hat für einen auf freiem Fuß befindlichen verurteilten Mörder das Tragen einer elektronischen Fußfessel angeordnet. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit. Nach einem Urteil des Landgerichts Dortmund hatte die Polizei Münster diesen Schritt zur Überwachung beantragt.

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild

Der Mann war am 25. Januar 27 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer damals 16-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Weil die Justiz keine Fluchtgefahr sah und das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, blieb er nach dem Schuldspruch frei. Gegen die Entscheidung des Landgerichts Dortmund hat der Mann Revision durch den Bundesgerichtshof eingelegt.

Er war 2018 festgenommen worden, nachdem nachträgliche DNA-Analysen von Tatortspuren einen Treffer ergeben hatten. Der mutmaßliche Gewalttäter war 2020 aus der Untersuchungshaft entlassen worden, nachdem ein erster Prozess wegen der Erkrankung einer Richterin geplatzt war. Das Oberlandesgericht in Hamm hatte wegen seiner langen Untersuchungshaft angeordnet, dass der Deutsche mit Wohnsitz in Münster auf freiem Fuß bleiben muss, bis ein rechtstkräftiges Urteil gegen ihn vorliegt. Zuletzt hatte das Oberlandesgericht seine Auffassung Ende Februar erneut bestätigt.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-205156/3

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