NRW

Gericht prüft Klagen von Netzbetreibern

Energie

Mittwoch, 17. Januar 2018 - 02:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Im Kleingedruckten auf der Stromrechnung sind die Netzkosten zu finden. Sie machen rund ein Viertel des gesamten Strompreises aus, die Konzerne finanzieren damit unter anderem den Stromnetzausbau. Ob sie leicht sinken, muss das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden.

Zahlreiche Stromleitungen. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf geht es heute um die Konzerngewinne mit Strom- und Gasnetzen in Deutschland - und damit um mögliche Entlastungen für Verbraucher. Die Bundesnetznetzagentur hat den Stadtwerken und anderen Netzbetreibern die staatlich garantierten Renditen gekürzt - um gut zwei Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Dagegen haben rund 1100 Netzbetreiber Beschwerde eingelegt. Sie sehen wegen der Kürzungen den Ausbau der Netze gefährdet und werfen der Netzagentur fehlerhafte Berechnungen vor. Mehr Leitungen seien schließlich für die Energiewende nötig, ist ihr Argument.

Bestätigt das Gericht die Kürzung, könnten die Stromrechnungen der Privathaushalte leicht sinken. Denn die Privathaushalte tragen die Netzkosten mit. Schätzungen zufolge würde die geplante Senkung für einen Durchschnittshaushalt mit rund 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch allerdings nur rund 5,30 Euro im Jahr ausmachen. Ob das Gericht bereits am Mittwoch eine Entscheidung fällt, ist offen.


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