NRW

Gericht verhandelt Kündigungsschutzklagen von Bergleuten

Prozesse

Dienstag, 28. Januar 2020 - 02:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Gelsenkirchen. Steinkohle wird in Deutschland schon über ein Jahr nicht mehr gefördert. Der Streit um die Kündigungen von Bergleuten dauert jedoch an. Am Dienstag berät das Arbeitsgericht Gelsenkirchen über 13 weitere Klagen. Bergleute haben Proteste angekündigt.

Eine Statue der Justitia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Das Arbeitsgericht Gelsenkirchen befasst sich heute mit weiteren 13 Kündigungsschutzklagen von Bergleuten. Sie wollen erreichen, dass ihre Kündigungen durch das Bergbauunternehmen RAG für unwirksam erklärt werden. Die Kohleförderung war 2018 eingestellt worden. Die RAG hatte die Kündigungen zum Jahresende 2019 ausgesprochen.

Bergleute wollen bei einer Demonstration vor dem Gerichtsgebäude gegen ihre Kündigungen protestieren. Zu den Protesten werden nach Angaben von Anwalt Daniel Kuhlmann rund 300 Bergleute erwartet.

Im November hatte das Gericht vier Klagen abgewiesen. In mindestens drei Fällen haben die Bergleute laut Gericht Berufung zum Landesarbeitsgericht eingelegt. In einem weiteren Fall hat das Gericht der Klage eines Kauenwärters stattgegeben. Bis zum 23. März werden in Gelsenkirchen noch weitere 124 Kündigungsschutzklagen verhandelt.


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