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NRW

Gerichtsprozess: Husten-Code bei Bridge-Weltmeisterschaft?

Prozesse

Sonntag, 5. November 2017 - 10:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Haben sich zwei deutsche Spieler bei der Bridge-Weltmeisterschaft 2013 auf Bali verbotenerweise mit Hustenzeichen und Gesten verständigt? Die Disziplinarkommission des internationalen und nationalen Bridge-Verbandes hat gegen die Amateur-Spieler als Paar ein lebenslanges Teilnahmeverbot an internationalen Turnieren verhängt sowie gegen jeden Spieler ein zehnjähriges Einzelverbot. Dagegen hat das Duo geklagt.

Demnächst, am 15. November, wird der Fall aus der Welt des Strategiespiels in der zweiten Instanz vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelt.

Die beiden Kläger hatten zunächst Erfolg im Spiel: Das deutsche Team gewann den Weltmeistertitel. Doch davor schon waren Gesten der Spieler aufgefallen. Von einem Mitspieler des Finalgegners informiert, hatte die Wettkampfleitung eine geheime Videoaufzeichnung angeordnet. Später folgten Aberkennung des Titels und Sanktionen. Die Spieler meinten, der Husten sei bedingt gewesen durch das Klima auf Bali.

Das Landgericht Köln hatte ihnen in einem Urteil von März 2017 teilweise Recht gegeben und die Sperren des nationalen Verbandes als unverhältnismäßig bewertet. Die Richter meinten mit Blick auf die Strafen durch den internationalen Verband, die Kläger müssten den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. Die Spieler und der nationale Bridge-Verband legten Berufung ein.


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