Gerresheimer kann in Corona-Krise wieder zulegen

dpa Düsseldorf. Der Verpackungshersteller Gerresheimer hat in der Coronavirus-Pandemie nach dem schwächeren Jahresbeginn wieder wachsen können. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz dank guter Geschäfte mit der Pharmaindustrie um 1,8 Prozent auf 362,9 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Um Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe bereinigt war das ein Plus von 4,6 Prozent und traf die Schätzungen von Analysten.

Gerresheimer kann in Corona-Krise wieder zulegen

Ein Glaskolben mit dem Gerresheimer-Schriftzug liegt in einer Vitrine. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 84,2 Millionen Euro 16,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, fiel aber spürbar besser aus als von Experten gedacht. Im Vorjahr hatte Gerresheimer einen Sonderertrag verbuchen können - ohne diesen gerechnet habe das operative Ergebnis um 6,9 Prozent zugelegt, hieß es. Unter dem Strich sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 38 Prozent auf 29 Millionen Euro.

Die Prognosen bestätigte Gerresheimer. „Jetzt eröffnen sich neue Wachstumschancen für uns im Pharmageschäft. Für die hohe Nachfrage nach Injektionsfläschchen für die bevorstehenden Impfkampagnen sind wir vorbereitet und erweitern unsere Kapazitäten zusätzlich“, sagte Vorstandschef Dietmar Siemssen.