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Gerry Weber verdoppelt Verlust und beschleunigt Umbau

Mode

Donnerstag, 13. September 2018 - 10:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Halle. Beim schwächelnden Modekonzern Gerry Weber bleiben die Kunden weiter weg. Im dritten Quartal setzte das im Umbau befindliche Unternehmen erheblich weniger um und verdoppelte seine Verluste. Bei der Prognose ruderte Gerry Weber zudem zurück. Der Umbau soll nun beschleunigt werden, was zu höheren Kosten führt. Die Aktie verlor an der Börse bis zu fünf Prozent. Das Papier setzte damit seine Talfahrt fort und fiel auf den tiefsten Stand seit Ende 2004.

Damenmode des Modekonzerns Gerry Werber hängt auf Kleiderbügeln. Foto: Horst Ossinger/Archiv

Der Umsatz sank im dritten Quartal (31. Juli) um 11,4 Prozent auf gut 170 Millionen Euro. Gerry Weber machte dafür neben einem allgemeinen schwachen Modegeschäft unter anderem den heißen Sommer verantwortlich, der die Einkaufslust der Kunden gedämpft habe - insbesondere bei der mittelpreisigen Marke Hallhuber. Unter dem Strich verdoppelten sich die Verluste auf knapp 11 Millionen Euro, darin enthalten sind Kosten für das laufende Sanierungsprogramm.

Gerry Weber leidet seit Jahren unter dem Rückgang von Umsatz und Profitabilität. Wie andere Modehändler auch hatte der Konzern, der sich vor allem auf ältere weibliche Kunden spezialisiert hat, lange Zeit auf das Wachstum durch eigene Läden gesetzt, zahlreiche Geschäfte auch an ungünstigen Standorten eröffnet und so die Kosten in die Höhe getrieben. Seit einiger Zeit hat das Unternehmen dort den Rückwärtsgang eingelegt und Läden reihenweise geschlossen.

Wegen des stärker als erwarteten Umsatzrückgangs im dritten Quartal zeigte sich Gerry Weber vorsichtiger für das Gesamtjahr und nannte das Erreichen der bisherigen Umsatzprognose von 830 bis 840 Millionen Euro „äußert ambitioniert“.


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