NRW

Gesundheitsämter schicken Schülergruppen in Quarantäne

Schulen

Mittwoch, 25. August 2021 - 14:54 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf/Köln. Bei einem Corona-Fall in einer Schule schicken Gesundheitsämter nach wie vor teilweise große Gruppen in Quarantäne - trotz eines neuen Landes-Erlasses. So kam seit den Sommerferien zum Beispiel in Solingen und Bonn bereits jeweils eine ganze Klasse in Quarantäne. Dabei handele es sich um Einzelfälle, in denen die Hygieneregeln nicht durchgehend eingehalten worden seien, teilten Sprecher der Städte am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: David Young/dpa

Auch andernorts ermitteln die Gesundheitsämter bei einem positiven Corona-Test die individuelle Situation - mit der Folge, dass unter Umständen nicht nur die direkten Sitznachbarn des infizierten Kindes in eine 14-tägige Quarantäne müssen.

„Das Schuljahr ist so gestartet, wie viele befürchtet haben“, kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Sigrid Beer. „Delta-Variante und Reiserückkehrende führen dazu, dass ganze Lern- und OGS-Gruppen nach wenigen Schultagen in die Quarantäne müssen.“

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte vor gut zwei Wochen angekündigt, dass im neuen Schuljahr bei einem Corona-Fall nicht mehr zwangsläufig die ganze Klasse in Quarantäne muss. Nach dem entsprechenden Erlass des Gesundheitsministeriums gelten als „enge Kontaktpersonen“ jetzt nur noch Schüler, die vor, hinter, rechts oder links vom Infizierten gesessen haben. Wer einen negativen PCR-Test vorlegt, darf wieder am Unterricht teilnehmen - außer er ist „nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden“, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

© dpa-infocom, dpa:210825-99-963590/2

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