Gewerkschaft Ufo will bei Germanwings weiter streiken

dpa/lnw Köln. Der Streik bei Germanwings vermasselt einigen Reisenden in NRW den Start in den Silvesterurlaub. Erneut werden am Flughafen Köln/Bonn die meisten Ausfälle erwartet. Doch ein Großteil der Germanwings-Maschinen kann wohl starten wie geplant.

Gewerkschaft Ufo will bei Germanwings weiter streiken

Flugzeuge von Germanwings stehen auf dem Vorfeld des Flughafen Köln/Bonn. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Die Flugbegleiter bei Germanwings wollen ihren Streik heute fortsetzen und nehmen dabei den Flughafen Köln/Bonn in den Fokus. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft Ufo, der am gestrigen Montag begann, soll noch bis einschließlich Neujahr dauern. Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings erwartet, dass an den drei Streiktagen insgesamt rund 180 Flüge ausfallen. Am ersten Streiktag waren am Airport Köln/Bonn 32 Abflüge und Ankünfte abgesagt worden, in Dortmund sechs und in Düsseldorf vier. Germanwings führt Flüge für Eurowings aus.

Germanwings ist mit rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr kritisiert. Er drohte am Montag wenn nötig mit neuerlichen Streikaufrufen. „Wir können das kurzfristig verlängern“, sagte er.

Offizieller Streikgrund sind Regelungen zur Teilzeit für Kabinenbeschäftigte, die laut Ufo unerfüllt sind. Germanwings hatte den Beschäftigten die Teilzeitregelungen der Lufthansa angeboten. Ufo lehnte aber ab, weil sie eigene Tarifregelungen zur Teilzeit will. Eurowings betrachtet den Streik als unangemessen und will in den drei Tagen von geplanten 1200 Flügen mehr als 1000 durchführen.