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NRW

Grüne: Laschet muss sich stärker bei Thyssenkrupp engagieren

Industrie

Freitag, 27. September 2019 - 15:07 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Landesvorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, fordert von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mehr Einsatz für die Mitarbeiter des angeschlagenen Thyssenkrupp-Konzerns. „Die Situation bei Thyssenkrupp verunsichert die Beschäftigten“, sagte Neubaur am Freitag. Sie müssten aus den Medien erfahren, dass ihrem Arbeitgeber die Zerschlagung und ein potenziell existenzbedrohender Abfluss von Mitteln drohe. All das kommentiere Laschet wie ein unbeteiligter Beobachter. „Es ist an der Zeit, dass er diese Rolle verlässt“, verlangte Neubaur.

Armin Laschet (CDU), Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und Mitglied im Kuratorium der Krupp-Stiftung. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Laschet sei Mitglied im Kuratorium der Krupp-Stiftung, des größten Aktionärs des Konzerns. „Der Ministerpräsident kann über dieses Gremium einen entscheidenden Einfluss auf eines der wichtigsten Industrieunternehmen in NRW nehmen - er sollte ihn endlich zum Wohle der Beschäftigten einsetzen“, sagte die Grünen-Politikern. Laschet müsse sich eng mit den Arbeitnehmervertretern bei Thyssenkrupp austauschen.

Hintergrund der Äußerungen Neubaurs sind Spekulationen, der schwedische Großaktionär Cevian fordere die Ausschüttung von mindestens der Hälfte des Verkaufserlöses der profitablen Aufzugssparte. Thyssenkrupp braucht aber dringend Geld für den geplanten Konzernumbau. Laschet hatte am Donnerstag gesagt: „Es muss alles getan werden, dass es nicht zu einer Zerschlagung kommt und dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt.“

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