NRW

Grüne im Landtag: Auf Rodung des Hambacher Walds verzichten

Landtag

Donnerstag, 30. November 2017 - 01:41 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Die Abholzung des Hambacher Waldes sorgt für Konflikte und beschäftigt Gerichte. Nun sind die umstrittenen Rodungen Thema im Landtag. Die Grünen halten diese für falsch und überflüssig.

Die Grünen haben die NRW-Regierung aufgefordert, sich im Streit um die Rodung des Hambacher Waldes vermittelnd für eine einvernehmliche Lösung einzusetzen. Im Düsseldorfer Landtag will die Grünen-Fraktion die umstrittenen Abholzungen am Tagebau Hambach heute (10.00 Uhr) zum Thema einer Aktuellen Stunde machen. Unabhängig von der laufenden gerichtlichen Auseinandersetzung sei auch die Regierung aus CDU und FDP in der Pflicht, betonte die Oppositionsfraktion.

Ein zeitnaher Wandel in der Energiepolitik mit einem Ausstieg aus der Kohleverstromung steht den Grünen zufolge bevor und mache eine weitere Rodung des schützenswerten Waldes aller Voraussicht nach überflüssig. Zumindest bis die Bundesebene über den Kohleausstieg entscheide, müssten weitere Abholzungen ausgesetzt werden.

Das Oberverwaltungsgericht hatte einen vorläufigen Rodungsstopp verhängt - nach einer Beschwerde des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen eine Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts. Dieses hatte dem Energiekonzern RWE Rodungen nur für einen kleineren Teil der Waldfläche vorerst untersagt. Auch der BUND NRW hatte an Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) appelliert, in dem Konflikt zu vermitteln.


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