Grüne nach Wahl: „Nicht das Anhängsel einer anderen Partei“

dpa/lnw Düsseldorf. Die Grünen in Nordrhein-Westfalen blicken nach ihren Erfolgen bei den Kommunalwahlen selbstbewusst nach vorne. „Es ist deutlich geworden: Grüne sind nicht das Anhängsel einer anderen Partei“, sagte Co-Landeschef Felix Banaszak am Montag in Düsseldorf. „Es gibt keine Rot-Grünen oder Schwarz-Grünen, sondern es gibt Grüne, die dafür antreten, grüne Politik umzusetzen.“ Bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr und der NRW-Landtagswahl 2022 wollten die Grünen versuchen, „so stark wir möglich zu werden“.

Grüne nach Wahl: „Nicht das Anhängsel einer anderen Partei“

Felix Banaszak, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das Signal aus NRW sei, dass die Grünen dabei mitspielten, „eine inhaltliche Führungsrolle in diesem Land einzunehmen“, so Banaszak. Co-Landeschefin Mona Neubaur betonte: „Wir sind in der Relevanz vor Ort bei den Menschen angekommen.“ Die Erfolge seien „verteilt über das ganze Land“ eingefahren worden.

Bei den Stichwahlen am Sonntag hatten die Grünen erstmals die Spitzenposten in den Rathäusern von Bonn, Aachen und Wuppertal erobert. Sie holten zudem Bürgermeister-Ämter in mehreren kleineren Städten. In Köln behauptete sich die von Grünen und CDU unterstützte parteilose Politikerin Henriette Reker. Im ersten Wahldurchgang vor zwei Wochen hatten die Grünen bereits ihr bestes Ergebnis bei einer NRW-Kommunalwahl verzeichnet.