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NRW

Gütersloh: SPD will bei weiteren Corona-Fällen auf Lockdown

Gesundheit

Freitag, 19. Juni 2020 - 13:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Nach dem Corona-Ausbruch in einer Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück drängt die SPD-Landtagsfraktion auf politische Reaktionen der Landesregierung. „Sollte der Wert von 50 Neuinfizierten innerhalb von einer Woche pro 100 000 Einwohner überschritten werden, muss Herr Laschet mir erklären, warum es keinen Lockdown gibt. Denn er hat diese Regelung mit Frau Merkel vereinbart“, erklärte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty in der „Rheinischen Post“. Bis Freitagmorgen wurden 730 Infizierte registriert, weitere Tests laufen.

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Am Donnerstag hatte der Kreis Gütersloh für die sogenannte 7-Tages-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in einer Woche - einen Wert von 213 gemeldet. Er lag also bereits mehr als vier Mal so hoch wie der Grenzwert 50. Nach der Einigung von Bund und Ländern müssen Lockerungen in solchen Fällen wieder aufgehoben werden. Allerdings gilt auch, dass diese Zahl keine Rolle spielt, wenn es sich um einen lokal eingrenzbaren Infektionsherd handelt.

In Richtung von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte Kutschaty am Freitag der dpa: „Seit Wochen gab es Informationen über Infektionen bei Tönnies und passiert ist nichts. Laumann muss vor allem die Frage beantworten, warum es nach wie vor keine landeseinheitlichen Hygienekonzepte in der Fleischindustrie gibt. Die Frage bleibt auch: Wurden Arbeitsrückkehrer konsequent getestet und hat der NRW-Arbeitsschutz das überprüft?“

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