Halle-Prozess: Verzögerungen wegen Sicherheitsvorkehrungen

dpa Magdeburg. Der verzögerte Beginn des Prozesses zum rechtsextremen Anschlag von Halle geht auch auf zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zurück. Bei einem Probelauf in der vergangenen Woche sei noch nicht einkalkuliert gewesen, dass sich auch Medienvertreter einer umfangreichen Sicherheitskontrolle unterziehen müssen, jetzt sei das aber der Fall, sagte Gerichtssprecher Wolfgang Ehm am Dienstag. Die strengen Vorkehrungen dienten der Sicherheit aller Beteiligten im Saal.

Halle-Prozess: Verzögerungen wegen Sicherheitsvorkehrungen

Polizisten stehen vor dem Landgericht Magdeburg. Hier beginnt der Prozess gegen den Attentäter von Halle. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Zudem fänden neben dem Verfahren des Naumburger Oberlandesgerichts im Gebäude des Landgerichts Magdeburg am selben Tag auch dessen eigene Verhandlungen statt. „Deshalb gibt es räumliche Beschränkungen.“ Das führt zu den Verzögerungen und Warteschlangen. „Die Vorsitzende hat mir zugesichert, dass die Sitzung nicht beginnt, bevor nicht alle Plätze im Sitzungssaal eingenommen worden sind“, betonte Ehm.

„Ich bin sicher, dass die Verantwortlichen am heutigen Tage eine Auswertung der heutigen Situation vornehmen werden. Ich hoffe sehr, dass ein Weg gefunden wird, dass sich Ähnliches nicht wiederholt“, sagte der Gerichtssprecher weiter.