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NRW

„Hambach-Vergleich“ im Streit um Rodungen noch offen

Prozesse

Dienstag, 12. Dezember 2017 - 13:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Im juristischen Streit um die Rodungen im Hambacher Wald für den Tagebau gibt es noch keine Entscheidung über den Vergleichsvorschlag des Oberverwaltungsgerichts Münster. „Der Vergleich ist bisher weder angenommen noch abgelehnt worden“, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag. Die Frist laufe bis Freitagnacht (00.00 Uhr).

Gefällte Bäume liegen im Hambacher Forst. Foto: Marius Becker/Archiv

Das Gericht hatte vor gut einer Woche vorgeschlagen, dass der Tagebaubetreiber RWE Power Abholzungen und Rodungen bis zum 31. Dezember einstellt. Gleichzeitig solle das beklagte Land ein Sachverständigengutachten dazu einholen, ob der Wald mit Blick auf die Bechsteinfledermaus die Kriterien für ein FFH-Gebiet erfüllt und damit besonders geschützt wäre.

Es dürften gewichtige fachliche Anhaltspunkte vorliegen, die die Existenz eines FFH-Gebiets im Hambacher Wald nicht von vornherein ausschlössen, hatte das Gericht seinen Vorschlag unter anderem begründet. Da die Zerstörung eines Gebietes, das die FFH-Kriterien erfülle, unzulässig sei, müsse man bis zur Klärung offener Fragen von weiteren Rodungsmaßnahmen absehen.

In der aktuellen Rodungssaison sollte der Kernwald bis Ende Februar verschwinden.


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